Hemmoor März 2013

Vom 20. bis 24. März 2013 verbrachten 5 DUC-Taucher einen wunderschönen Winter-Tauchurlaub am Kreidesee in Hemmoor.

Breits die Abfahrt von Mike K., Kai G., Uwe W., Jürgen R. und Sven H. am Mittwoch den 20. März gestaltete sich sehr winterlich – sie fand in dichtem Schneetreiben statt, was sich jedoch für einzelne später noch als großer Vorteil herausstellen sollte.

Zu unserer Erleichterung trafen wir schon bei Münster/Osnabrück wieder auf eine trockene jedoch tiefgefrorene Fahrbahn, so dass wir zügig durchkamen.

Nach dem Verlassen der Autobahn war Sven etwas sorglos was die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Strecke durch die Dörfer nach Hemmoor anging, schon nach wenigen Kilometern abseits der Autobahn „blitze“ es…

Beim nächsten Stopp stellte sich jedoch schnell Erleichterung ein, denn

Auto mit Schneebedecktem Nummernschild

Dem Schneetreiben sei Dank !

Gegen 22:00 Uhr kamen wir an unserem Ferienhaus direkt am Kreidesee an, leider war dort nicht vorgeheizt, so verbrachten wir die erste Nacht in mehreren Schichten Kleidung. Die Elektroheizgeräte liefen auf vollen Touren, sehr zum Schaden von Klima und Geldbeutel (120,00€ Stromkosten für 4 Tage!). Allerdings lagen die Temperaturen nachts auch bei bis zu -13°C.

verschneite Häuser wie in Schweden

Der Erste Tauchgang wurde am nächsten Tag traditionell in moderater Tiefe beim Rüttler (Einstieg E3 – eisfrei!) durchgeführt. Allerdings konnten aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht alle Teilnehmer die gute Sicht und das Fehlen anderer Taucher an diesem sonst stark frequentierten Tauchplatz genießen.

Hemmoor Einstieg 3

Der Zweite Tauchgang fand am Einstieg E2 statt und führte uns über die alte Straße zur Steilwand, ausgetaucht wurde durch den geisterhaften „flachen Wald“, wieder gehörte der Tauchplatz uns allein – und wieder konnten nicht alle 5 Teilnehmer abtauchen, Kai musste wegen seines abblasenden Inflators wieder aussetzen.

Nach einer Pause in der mittlerweile ausreichend angeheizten Hütte mit intensiver Revision der unterschiedlichsten Ausrüstungsteile brachen drei absolut unverfrorene Taucher nun noch zu einem Nachttauchgang - von E1 in Richtung E3 und zurück – auf. Endlich konnte auch Kai zu seiner und der Erleichterung aller Teilnehmer seinen ersten Tauchgang in Hemmoor absolvieren.

Reparaturen

Anschließend ging es mit großem Hunger zu „Ohl’s-Gasthaus“ wo wir unsere persönlichen Energievorräte mit den guten, sehr großzügigen und preiswerten Gerichten (Fuhrmann’s Pfanne, Detlef’s Taucherteller, usw.) wieder auffüllten. Das Essen gefiel uns so gut, dass wir auch am nächsten Abend wieder dort einkehrten.

Die nächsten zwei Tage verbrachten wir dann bei bis zu drei Tauchgängen am Tag, bei Wassertemperaturen zwischen 1°C und 3,5°C, der einsetzende beißende Ostwind brachte Lufttemperaturen um die 0°C. So dass uns die Tauchausrüstung innerhalb kürzester Zeit an der Oberfläche vereiste. Unter Wasser hatten wir bis auf einen abblasenden weil eingefrorenem Zweitatemregler keine Probleme.

Diese Situation konnte aber ruhig und problemlos geklärt werden.

Unserer Ausrüstung bewährte sich unter diesen Umständen wirklich gut.

Die 5 Taucher des DUC Hattingen in Hemmoor

Sven und MikeJürgen und Uwe

Allerdings ging nun den ersten Tauchern aufgrund der doch sehr tiefen Temperaturen die Kernenergie – die Körperkernenergie – aus. Zwei Taucher verließen den See einen Tag früher als geplant und verabschiedeten sich in die südliche Heimat.

 

Der aufgekommene Ostwind führte dazu, dass eine für uns bisher bedeutungslose Eisfläche vom Ostende des Kreidesees (E4) über die Wasserflächen bei E0 und E1 getrieben wurde. Die Tauchbasis regelte diese Situation durch den Einsatz eines „Mini-Eisbrechers“, das Eis wurde durch ein Alubootes mit Außenbordmotor größtenteils zerkleinert. Jedoch sahen wir von Tauchgängen an E0 und E1 aus Sicherheitsgründen ab.

E0 voll mit Eis

Auch von den eigentlich vorgesehenen DTSA*** Übungstauchgängen die wir für Kai geplant hatten, haben wir aus Vorsicht Abstand genommen.
Andere Tauchschulen gingen da etwas rustikaler mit Ihren Schülern um, wir sahen einige Auszubildende in Halbtrocken-Tauchanzügen – harte Schule !
Alles in allem waren es trotz des Wetters 5 schöne Tage mit mehr Tauchgängen als es die Witterung vermuten liess.

Kai Glanz