Tauchen mit Seelöwen

Anfang des Jahres fragte mich Christian, ob ich nicht Lust hätte, mit Seelöwen zu tauchen – und wie ich die hatte. Näturlich gab es da einen Haken, wir müssen das Becken putzen, egal . Dann vor zwei Wochen gab es weitere Informationen und noch ein Haken, 7.44 Uhr mussten wir schon am Dusiburger Zoo sein – auch egal! Und heute (20.04.2013) war es endlich so weit.

Das Tauchen mit Seelöwen wird vom Tauchcenter-Wuppertal, Meeresauge in Kooperation mit dem Duisburger Zoo angeboten. Ich hatte das Tauchcenter auf der Boot kennengelernt und vom Angebot aus dem Internet erfahren. Insgesamt bestand die Gruppe im Wasser aus 5 Seelöwen, 7 Tauchern und einem Schnorchler, meinem Sohn Jakob. Die Vorfreude war riesig.

Bei strahlenden Sonnenschein und ganzen 4 Grad trafen wir uns mit den anderen „Verrückten“. Die Einweisung war schnell gemacht:

  1. Keine losen Dinge hängen lassen, Seelöwen sind neugierig und beißen auch gerne mal in Gegenstände – na ja, der Trocki wird schon halten.
  2. Viel Blei – es ist Solewasser. Wir waren vorgewarnt und 16 kg haben dann auch gereicht.
    (Ich habe 18kg gebraucht)
  3. Die Bürsten (fürs Putzen) fest in der Hand halten, Seelöwen klauen diese bevorzugt.

Ich glaub, dass war so ziemlich das wichtigste. Dick eingepackt ging es dann ins Wasser. Die versprochenen 6 Grad von Christian entpuppten sich als 17 Grad und mir war seit Kuba mal wieder richtig warm bei einen „Tauchgang“. Und dann ging es los, abgetaucht auf 2,5 m, bewaffnet mit Bürsten und dann gings an schrubben. Aber nicht für lange – die Seelöwen kamen. Und die hatten Hunger, also gab es eine erste Fütterung. Weitere 2,5 h folgten mit den Seelöwen, was einfach unglaublich spaßig und lustig war. Aber da lass ich einfach die Bilder sprechen. Ein Riesenerlebnis was ich auf jeden Fall wiederholen werde!

Die Seelöwen sind unglaublich verspielt und ganz verrückt nach den Bürsten. Kaum hat man mit dem Schruppen begonnen wird einem die Bürste schon entwendet. Die Lösung des "Problems": Einfach mehrere Bürsten dabei haben. So konnte man sich auf einen Tauschhandel mit den Seelöwen verständigen und niemand musste bürstenlos ausgehen. Beim Spielen gingen die Tiere ausgesprochen vorsichtig vor. Zwischendurch wurde man immer mal wieder freundlich angeprustet und gelegentlich versuchten die Tiere die Maske zu klauen - aber ohne Erfolg. Man hätte noch stundenlang weiterspielen können. Um 11:00 Uhr war dann die "offizielle" Fütterung, an der wir im Wasser teilnehmen durften. Fisch gab es aber ausschließlich für die Seelöwen. Wer gerne mal mit Seelöwen tauchen oder Susan beim Putzen zusehen möchte, dem kann ich nur sagen: "Unbedingt zur Nachahmung empfohlen".

Susan und Christian

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