Trainingseinheit Bergen und Retten

Am Donnerstagabend überraschten uns die Übungsleiter Susann, Dirk, Rainer und Christoph mit einer für uns völlig neuen Trainingseinheit. Es wurden 4 Stationen mit je einem Übungsleiter besetzt.

Zuvor bildeten wir 4 Gruppen mit je zwei bis drei Personen. Jede Gruppe begann mit einer anderen der folgenden Rettungsübungen:

1. Station Bergen meines ohnmächtigen Tauchpartners - Heben über den Beckenrand

Tja, ich würde sagen, die erste Station direkt eine 1,96 m große Herausforderung. Das Bergen im Wasser und das Abschleppen bis zum Beckenrand bekam ich einigermaßen hin, doch dann musste ich mit dem rechten Arm meinen „bewusstlosen“ Partner festhalten und gleichzeitig meinen schwunglosen Körper aus dem Wasser heben! Nach zwei bis drei Versuchen schaffte ich die erste Hürde. Beim herausziehen des „Verunfallten“ aus dem Wasser brauchte ich die Unterstützung unseres Übungsleiters. - Allein ,keine Chance!.-

2. Station Bergen meines immer noch ohnmächtigen Tauchpartners - Heben über eine Leiter

Übungsleiterin Susan stellte uns zunächst einige wichtige Griffe vor, die uns die Bergung im Wasser und das Heben über die Leiter erleichtern sollte. Mein erster Versuch “Rettungsopfer“ Susan: Hier brauchte ich an der ein oder anderen Stelle Nachhilfe, schaffte es aber erheblich besser als zunächst vermutet. Mit meinem etwas größeren Tauchpartner folgte eine ungleich schwerere Bergung. Vorteil, es war mein 2.Versuch und ich schaffte es ahoo!

3. Station 1.Teil Trockenübung: Befreiung aus einem Würgegriff (Angriff von vorn und von hinten)

2.Teil Der Ernstfall im Wasser

Die Übungseinheit sollte den Ernstfall simulieren, bei der sich eine panische Person versucht an einen Schwimmer zu klammern. Die Befreiung aus dem Würgegriff erinnerte zunächst an eine Drehung, wie man sie sonst auch beim Tanzen kennt. Dirk zeigte uns, wie man sich aus einer solch misslichen Lage befreit. Nach zwei bis drei Versuchen in der sich jeder von uns aus dem Würgegriff (von vorn und von hinten) des anderen befreit hatte, wiederholten wir die Übungen im Wasser.

4. Station Abschleppen eines Verunfallten, mit und ohne Unterstützung eines Zweitretters

Rainer erläuterte uns die verschiedenen Abschlepptechniken, die je nach Größe des Verunfallten unterschiedlich eingesetzt werden sollten. Auch hier führten wir einige Übungen durch, bei denen wir die Rollen jeweils tauschten.

Nachdem alle Stationen von jeder Gruppe durchlaufen wurden, sammelten wir uns alle am Beckenrand. Dort wurde dann die nächste Aufgabe besprochen. Alle zuvor durchgeführten Übungen wurden hierzu wie folgt in eine Aufgabenstellung zusammengefasst:

Wir starteten vom Beckenrand aus, schwammen auf die andere Seite Richtung Startblock. Jeder sollte einen zuvor versunkenen Schwimmring vom Beckenboden aufnehmen und an die Wasseroberfläche bringen.- Jeder, außer mir , denn ich konnte ohne Maske keinen Ring ausfindig machen, - das gab glaub ich Abzüge!-

Kaum aufgetaucht “überraschte“ uns ein Übungsleiter mit einem Würgeangriff von vorn. Da wir es noch wenige Minuten zuvor geübt hatten, schaffte ich es mich mit einer “geschickten“ Drehung aus Susan’s Griff zu befreien. Ich schleppte meine inzwischen bewusstlose, verunfallte Susann wieder auf die andere Seite des Schwimmbeckens. Dort angekommen, hatte ich die Aufgabe mein Unfallopfer aus dem Wasser zu heben. Wie bereits an der 1. Station, benötige ich auch hier wieder Hilfe. Es gelang uns gemeinsam, Susann an das rettende Ufer zu ziehen. Eine stabile Seitenlage des Verunfallten sollte das Ende der Übung darstellen.

Beim ersten Versuch bekam ich Einiges noch nicht formvollendet hin, aber Gott sei Dank war Susan nicht wirklich außer Gefecht und sie konnte Schlimmeres verhindern.

Mit Hilfe der 3 Winkelmethode und dem weiteren „Versuchsobjekt „Kai, konnte ich mit dem Endergebnis der „stabilen Seitenlage“ zufrieden sein.

Auch wenn an diesem Abend nicht ALLES gelang und ich noch einige Übungseinheiten Nachhilfe nötig hätte, war der Rettungsabend, auch durch das Engagement der Übungsleiter, eine gelungene Trainingseinheit bei der auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kam!

Danke !

Ursula Twellmann