Sicherheitstraining mit DTG

 

Sicherer Tauchen mit Gerät

Am Donnerstag war es soweit. Die geplante Trainingseinheit „Sicherheit beim Tauchen mit Drucklufttauchgerät“. Rainer hatte dazu eingeladen und wurde bei der Durchführung von Jürgen und Christoph unterstützt. Jeder Teilnehmer hatte seine eigene Ausrüstung in Form von Jacket/Backplate Wing und Harness, Atemregler, Bleisystem, sowie natürlich Maske und Flossen mitgebracht. Schon beim Ausrüstungscheck in der ganzen Gruppe wurde sehr schnell klar, dass es wichtig ist vor jedem Tauchgang zu wissen, wie die Ausrüstung der Buddys aufgebaut ist. Innerhalb der Gruppe von insgesamt 9 Tauchern (6 Teilnehmer und 3 Ausbilder) gab es erhebliche Unterschiede in der Ausrüstungskonfiguration.

Die Übungen wurden in 3 Stationen unterteilt und mit je einem Übungsleiter besetzt.

1.Station „Bergung eines bewusstlosen Tauchers“. Rainer (Tauchlehrer TL1)

Bei der Übungseinheit musste ein bewusstloser Taucher aus 3 Meter Tiefe geborgen werden.
Zuerst wurde überprüft, ob der „verunfallte“ Taucher auf ein Okay-Zeichen reagierte oder anderweitig ansprechbar war. Das tat er natürlich nicht und es wurde mit der Bergung begonnen. Die Bergung konnte entweder so erfolgen, das der bergende den zu rettenden von hinten sicherte oder von vorne.
Das verbringen an die Oberfläche sollte möglichst unter Einhaltung der maximalen Aufstiegsgeschwindigkeit von 10m/Minute erfolgen. Im Schwimmbad unter optimalen Bedingungen klappte dies fast bei allen Teilnehmern ohne große Probleme.
2.Station“ Transport eines verunfallten an der Wasseroberfläche und Befreien des verunfallten aus dem Jacket/Wing“. Christoph (CMAS**, Übungsleiter)

Nachdem der Taucher mit seinem zu rettenden Partner die Wasseroberfläche erreichte, mussten wir den Bleigurt, bzw. das Blei aus dem Bleiabwurfsystem des Verunfallten abwerfen. Somit verhinderten wir ein Absinken des Verunfallten und stabilisierten seine Lage an der Oberfläche. Nachdem wir das sichere Ufer erreicht hatten J(Beckenrand), wurde es nochmal kniffelig. Das Jacket/Wing des Verunfallten musste im Wasser ausgezogen werden, was sich je nach Ausrüstungskonfiguration als nicht ganz einfach entpuppte. Schwierigkeiten waren z.B. langer Mitteldruckschlauch am Hauptatemregler und Wing-Harness ohne Schnallen. Aber auch diese Aufgabe wurde von den zu trainierenden größtenteils gelöst.

 

3.Station „Vereisen des Hauptautomaten, Schließen des Ventils vom Hauptatemregler“. Jürgen (CMAS***, Übungsleiter)

Bei dieser Übungseinheit wurde erst das Vereisen des Hauptautomaten simuliert. Dem Buddy musste mitgeteilt werden, dass der Hauptatemregler vereist ist (Durch hinhalten des vereisten Atemreglers). Das Ventil des vereisten Atemreglers musste zugedreht werden. Danach sollte dann (simuliert) der Zweitatemregler vereisen und dieses Ventil ebenfalls abgedreht werden. Der Verunfallte hatte somit keinen funktionierenden Atemregler mehr zur Verfügung und er musste Luft von seinem Buddy bekommen. Diese Übung wurde von quasi von allen Teilnehmern mehr oder weniger „in den Sand gesetzt“. Die verunfallten wurden z.B. nicht durch festhalten gesichert und es wurden die falschen Ventile zugedreht, bzw. nach der Übung nicht mehr aufgedreht. Hier liegt mit Sicherheit noch einiges im Argen und die ein oder andere Trainingseinheit im Verein oder auch autodidaktisch wäre mit Sicherheit angebracht.

Bei dieser Übung hat Jürgen auch Unterwasserzeichen abgefragt. Auch hier zeigten sich bei einigen Teilnehmern erhebliche Defizite. Z.B. wurde auf die Frage „Wie viel Druck hast Du noch in Deiner Flasche“ mit einem Achselzucken und Fragezeichen in den Augen geantwortet.

Fazit:

Die Zeit verging während der Übungen wie im Fluge und wir verließen „unser“ Schwimmbad teilweise mit gemischten Gefühlen. Es hat sich gezeigt, dass der Sicherheitscheck ein wichtiger Punkt vor jedem Tauchgang ist. Je nach Tauchpartner kommt es zu erheblichen Unterschieden zur eigenen Ausrüstung, die im Notfall bedient werden muss. Auch Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, wie Unterwasserzeichen, müssen immer wieder trainiert, besser noch, benutzt werden.

Ich freue mich schon auf eine Wiederholung.

Text:Mike Kutrieb
Fotos. Dirk Seefeld