Hemmor 2012

 

Kreidesee Hemmoor 2012

Vom 29.5.2012 - 3.6.2012 fuhren Sven, Jürgen, Susan, Uwe, Christoph und ich zu dem unter Tauchern bekannten Kreidesee in Hemmor. Nach einer Anfahrtszeit von ca. 4 Stunden erreichten wir den im Landkreis Cuxhaven gelegenen Kreidesee. Am See angekommen, fuhren wir zunächst zur Rezeption/Anmeldung der Ferienhäuser. Dort wurden wir sehr freundlich empfangen und erhielten recht zügig unseren Schlüssel für das im voraus reservierte Ferienhaus. Hinter der Anmeldung befand sich ein Kiosk bzw. kleiner Einkaufshop, in dem man Getränke, Snacks etc. kaufen konnte. Ein weiterer toller Service war der morgendliche Brötchendienst, welchen wir auch jeden Tag in Anspruch nahmen. Nach der Schlüsselübergabe fuhren wir auch direkt zu unserem Haus in der Anlage, um selbiges erst einmal unter die Lupe zu nehmen. Das Haus war eines der neueren Ferienhäuser und für sechs Personen ausgelegt. Unser Domizil gliederte sich in drei Schlafräume, zwei Nasszellen und einem Wohn/Esszimmer. Desweiteren gab es einen kleinen Trockenraum für die nassen Tauchanzüge sowie eine Sauna.

Nachdem alle ihr Quartier bezogen hatten, machten wir uns auch direkt zur Tauchbasis auf, um uns für den See anzumelden. In einem netten Gespräch mit der Basisleitung konnten wir schon einen Überblick über die insgesamt sieben Einstiege, welche sich von E0 bis E5 gliedern, sowie über den legendären Rüttler erhalten.

Jetzt kribbelte es uns natürlich in den Flossen. Zügig wurden die Tauchklamotten daraufhin zusammen gepackt. Mit beiden Autos und dem Tauchgepäck fuhren wir anschließend zum Einstieg E3 „RÜTTLER“. Dort fanden wir mehrere fest installierte Holztische vor. Diese waren sehr komfortabel, um die Ausrüstung vorzubereiten und sich tauchfertig zu machen. Endlich tauchbereit gelangten wir über eine steile Treppe auf den fest installierten Steg. Mit gekonnten Sprüngen tauchten wir dann direkt in das klare Wasser des Kreidesees ein. Der Rüttler war dank einer an der Einstiegsplattform befestigten Leine problemlos zu erreichen. Über dem Rüttler steht ein Kipp-LKWmit angehobener Ladefläche, so dass man hier die Ladung des LKW förmlich in den Rüttler rutschen sehen und ihr über 2 Ebenen bis auf ca. 35m folgen kann. WOW, das war direkt schon einmal ein Highlight durch den Rüttler durchzutauchen. Das Austauchen fand dann anschließend in dem ufernahen Wäldchen statt, wo wir auch schon den einen oder anderen Fisch sehen konnten. Das Erreichen der Einstiegsplattform war dann über eine spezielle Leiter problemlos machbar.

Abends fuhren wir dann in eine kleine, gemütliche Gaststätte außerhalb der Seeanlage und stillten dort unseren großen Hunger. Anschließend ging es dann auch schon ins Bett, um fit für den nächsten Tag zu sein.

Am nächsten Tag standen die ersten „Silber“- Prüfungstauchgänge von Christoph und mir an. Unter acht fachmännischen Augen haben wir diese dann von den verschiedenen Einstiegen durchgeführt. Zwischen den Einstiegen E1 und E2 sind in verschiedenen Tiefen mehrere Plattformen befestigt, auf denen wir unter anderem Rettungs- und Bergeübungen durchführten. Nachdem wir die Übungen dort beendeten, konnten wir die Pflasterstraße mit dem anliegend Wäldchen und ein auf ca. 12m liegendes Segelboot betrachten.

Nach drei tollen Tauchgängen hatten wir natürlich alle einen großen Hunger. Da wir noch das ein oder andere Grillsteak aus Hattingen mitgenommen hatten, organisierte Susan am Nachmittag noch schnell bei einem Vorratseinkauf einen Grill und Kohle, so dass einem Grillabend an nichts fehlte. Anschließend ging es dann auch schon wieder ins Bett, um für die folgenden Tauchgänge fit zu sein.

Am nächsten Tag ging es dann zum Einstieg E5. Dort muß man ca. 200m vom „Anrödelplatz“ bis zum See gehen. Dies haben wir aber gerne in Kauf genommen, da uns dort eine wahnsinnige Steilwand und ein spukiger Wald in einer etwas größerer Tiefe erwarteten. Zum Ende des Tauchgangs konnten Christoph und ich noch eine weitere Übung absolvieren, das Bojesetzen. Dies hat aber, dank der guten Tipps von Sven und Jürgen, wunderbar funktioniert.

Bei weiteren Tauchgängen standen auch weitere Übungen für die Gold-Prüfung von Susan auf dem Programm. Eine spezielle Übung sollte jedoch am Abend erfolgen. Es stand ein Nachttauchgang auf dem Programm, welcher von Susan geführt werden musste. Diesen Tauchgang führten wir dann um 22 Uhr am Einstieg E0 durch. Dort sahen wir dann auch einige Fische und auch Krebse.

Ein weiteres Highlight war das versenkte Flugzeug, welches man von Einstieg E0 sehr gut erreichen konnte. Ein Bild davon findet ihr auf der August-Ausgabe der Zeitung Sporttaucher.

Nach fünf Tagen und 18 Tauchgängen ging es dann auch schon wieder nach Hattingen zurück.

Zusammengefasst muß ich sagen, dass es uns einen riesigen Spaß gemacht hat und für eventuelle Vereinsfahrten sehr komfortabel wäre. Weiterhin haben Christoph und ich sehr viele Tipps und Tricks von den erfahreneren Tauchern aufnehmen können, die unser Tauchen sicherer und entspannter machen. Dafür möchten wir uns bei Sven, Jürgen, Susan und Uwe nochmals gerne bedanken.

Sebastian Baer