Durch kalte Fluten
2 Schwimmer aus ganz Deutschland treffen sich zum 35. offenen Ruhrcup-Schwimmen. Mit dabei: „Tarzan“ , Deutsche Meister und Menschen, die nach Kolumbien zum Schwimmen gehen.
Das Wasser rauscht, strömt durch das Wehr unter der neun Ruhrbrücke. Durch das Hochwasser noch unberechenbarer geworden - und dazu auch noch kalt. Sooo kalt. Und darin wollen die Flossenschwimmer 7,1 km bis nach Boclum zurücklegen? Sie wollen. denn sie haben neben Neonprenanzügen gegen das 15 Grad kalte Wasser auch noch Spaß an der Tradition und am Sport.
Seit vielen Jahren veranstalet der DUC Hattingen das Ruhrcup-Schwimmen. Nur einmal musste es ausfallen - Als zum Beispiel die alte Brücke abgerissen wurde. Doch jetzt stehen zum 35. Mal Schwimmer aus ganz Deutschland an der Wasserkante.
„Das ist nicht so schön wie im Urlaub“, meint Dirk Seefeld. Hattinger ist, wie die meisten Teilnehmer, auch wegen des traditionellen Charakters der Veranstaltung hier.
„Die erste Hälfte wird heftig, danach wird es dann gemütlich.“
„Für uns ist das Ganze ein Hobby“, es gehe weniger um den Wettkampf, meint er.
Thorsten Selle (43), kommt aus Hamm. „Das RuhrcupSchwimmen ist sehr bekannt. Die meisten Leute kommen seit Jahren“ , sagt er. Viel trainiert habe man. „Ein Platz unter den ersten Drei sollte es schon sein.“ Gerade mit Blick auf das kalte Wasser und die doch teils schwierigen Passagen der Ruhr meint er: „Die erste Hälfte der Strecke wird heftig, danach wird es dann gemütlich.“
Aus Dortmund kommt die amtierende Deutsche Meisterin im Flossenschwimmen, Imke Rode. „Rund 200 Flossenschwimmer gibt es in Deutschland, die meisten kommen aus denn Tauch-Sport“, erzählt sie. In ihrer Klasse startet Imke Rode als einzige Teilnehmerin. Lachend meint sie: „Ich glaub“ der erste Platz ist drin. Aber eigentlich geht es darum, ein paar Männer zu schlagen.“ Heinz-Hubert Voß, genannt „Tarzan“, ist 67 Jahre alt. Seit 1971 ist er In seinem Sport aktiv. „Wettkämpfe im Flossenschwimmen gibt es schon seit 1968“, berichtet er.
Favoriten in ihren Klassen sind der 15-jährige Sebastian Kluth mit seinen zwei Schwestern, sie sind die junge Elite. Sechs Mal pro Woche trainieren sie. Die Geschwister nahmen schon an Europa- und Weltmeisterschaften teil. Sebastians Ziel: „Die Jugend-Weltmeisterschaften. Wo die sind?
In Kolumbien.“
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machte dies aber in Hattingen unmöglich. Die Schwimmer in der Mitte der Ruhr könnten sich nicht lange genug halten. Der Start erfolgte darum in kleinen Gruppen. Am Ende Sieger in der Mannschafts- und Gesamtwertung: die Sportler des TSC Potsdam.



