... unseres Lebens
Es war an einem Samstag. Wir trafen uns schon alle früh morgens an der Station. Die Vorfreude stand allen ins Gesicht geschrieben. Es war noch kalt und die Sonne ging gerade erst auf. Als wir bereit zur Abfahrt waren, wurden die Motoren angeschmissen und wir rasten Richtung Ruhr. Dort angekommen, gab es erst noch allerlei zu tun. Eine der schwersten Aufgaben bestand darin, das Floß auf die andere Seite der reißenden Ruhr und dann zum Ziel zu schleppen. Daran wäre unser Rennen schon beinahe gescheitert, als bei der Überfahrt einer der Köpfe unserer Haie beinahe abbrach. Die Floßfahrer schmissen sich ins Neopren und diejenigen, die beim Bootsschleppen helfen würden, stellten sich mental auf den Start ein.
Doch dann, der Start wurde verschoben, um über zwei Stunden!!! Na ja konnten wir halt nix gegen machen. Doch dann der Start. Wir gingen auf unsere Position, um das rund 100 kg schwere Floß erst 1.5 km mit 8 Personen zu schleppen und dann nur noch zu viert die 1.5 km über die Ruhr zurückzurudern. Die Ruderer waren Sven, Damian, Julia und ich. „Auf die Plätze, fertig und los! PENG!“ Es ging los. Wir hoben das Floß hoch und liefen los. Der Weg war schwer und lang, der Boden uneben und mit Schlaglöchern übersäht. Wir brauchten trotz all dieser Hindernisse nicht stehen bleiben. Wenn einer eine Pause brauchte, wurde er im Lauf ausgewechselt. Wir kamen an die Stelle, wo wir das Floß ins Wasser legen sollten. Das Rennen ging ab hier schon einiges leichter, denn wir hatten die Strömung auf unserer Seite. Wir gaben alles. Richtung Ziellinie kam der Applaus und die Anfeuerungsrufe, die uns noch einmal zu Höchstleistungen anspornten. Und
dann, endlich geschafft! Alle waren aus der Puste. Es wurden noch ein paar Photos gemacht und dann waren wir erlöst. Die Preisverleihung war leider nicht so gut, da wir keinen Preis gewonnen haben. Ein guter Trost, worauf wir auch stolz sind, war dass wir die einzige Mannschaft waren, über die in der Zeitung mehr geschrieben wurde.



